| Als wichtige Voraussetzung für den Erhalt der Werft an Ort und Stelle erreichte der Verein Museumshafen Greifswald e.V. 1995 die Anerkennung der Slipanlage als Denkmal sowie zwei Jahre später die Aufnahme der gesamten Werft in die Denkmalliste der Hansestadt Greifswald. Mitglieder des Museumshafenvereins engagierten sich für die Werft, um sie vor dem Verfall zu retten, die Nutzbarkeit sicherzustellen und nicht zuletzt um sie für den Erhalt ihrer Schiffe zu nutzen.
Der Gaffelschoner Vorpommern wurde als erstes Schiff nach der Wende auf der Slipanlage umgebaut. Weitere wie der Ewer Alfred und der Kutter Vorwärts folgten. Bereits seit 1996 wird in der Schiffbauhalle die Zeese Dwarslöper wieder aufgebaut. Im Frühjahr 2000 kam es zu einem besonderen Stapellauf: In nur 30 Wochen wurde der über einhundertjährige Rumpf eines Dampfschiffes durch den Verein BÖE e.V. und viele Freiwillige zum Bildungslogger Lovis umgebaut.
2001 gründeten die Aktiven rund um die Museumswerft einen eigenen Verein, um die Entwicklung der Werft zu einer Museums- und Kulturwerft weiter voranzutreiben. In enger Zusammenarbeit mit dem Museumshafen Greifswald, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und weiteren Partnern soll die alte Buchholz’sche Werft wieder zu neuem Leben erwachen.
Zunächst ging es um klare Eigentumsverhältnisse, ohne die eine Sanierung der Gebäude nicht sinnvoll ist. Die Buchholz’sche Erbengemeinschaft, der das Gelände Anfang der 90er Jahre rückübertragen wurde, war schließlich vom Konzept der Museumswerft überzeugt. 2005 kaufte der Werftverein den größeren Teil des Geländes. Das Flurstück mit dem so genannte Heineschuppen gehörte bis zum Frühjahr 2010 noch der Stadt und war vom Verein gepachtet. Als frisch gebackener Besitzer des Heineschuppens will der Werftverein nun die lang gehegten Sanierungs- und Nutzungspläne realisieren.
zurück zur Geschichte-Startseite
|